Sonntag, 13. April 2014

Der Nebel lichtet sich



Eigentlich wollte ich doch nur mein Tochterkind zum Bahnhof bringen ... zu einer Zeit, in der ich am Wochenende noch gar nicht wirklich wach bin.

Dichter Nebel empfing mich, alles war in ein unfreundliches Grau gehüllt, unerwartet und doch irgendwie passend zu meiner Stimmung ... ich kannte den Piloten, der gestern beim Flugzeugabsturz auf dem Brocken zusammen mit seinem Copiloten ums Leben kam ... im dichten Nebel ... und kann es immer noch nicht richtig fassen. Gleichzeitig schien der Nebel die Geräusche der Stadt zu verschlucken, hatte diese Stille etwas unheimlich angenehmes.

Kurz darauf kam die Sonne raus ... eine Stimmung, die schwer zu beschreiben ist

Gegenüber dem Supermarkt, in dem ich nur schnell einkaufen wollte, befindet sich der Alte Friedhof. Die Sonne schien genau in die Hauptallee. Ohne wirklich darüber nachzudenken schnappte ich mir die Kamera und stiefelte los.

 Dieser Friedhof scheint wirklich sehr alt zu sein, man findet kaum noch Grabsteine, dafür Baumriesen entlang der Wege und ganz viel wucherndes Grün. 

 
      

    
    Ich weiß nicht, wie lange ich auf diesem Friedhof war, der Nebel wurde weniger, die Sonne gewann an Kraft
und überall entdeckte ich neues Leben.

   
 
     
   
   
   
   
   
      
     
  
    
   
 
 
 
    
  
    
  

   
Wieder einmal ist mir bewusst geworden, wie schnell doch ein Leben vorbei sein kann. Viele meiner Gedanken kreisen um die beiden und ihre Angehörigen, denen ich viel Kraft wünsche und Menschen in ihrer Umgebung, die sie jetzt besonders unterstützen.

Aber genauso wurde mir wieder einmal mehr bewusst, wie wichtig es ist, unser Leben zu genießen, die schönen Dinge zu entdecken und zu erhalten.


 




Kommentare:

  1. Ja, wir sind sterblich und manchmal werden wir durch Unglücksfälle schmerzlich daran erinnert!
    Deine Bilder die das neu erwachende Leben zeigen passen da so gar nicht zum Thema oder gerade doch?
    Schöne Sonntagsgrüße,
    Heidi

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    1. Liebe Heidi,

      manchmal ist es genau dieses Widersprüchliche ... der Friedhof und das neu erwachende Leben, beides stand für den gestrigen Tag, aber ich wollte die Traurigkeit nicht in den Vordergrund stellen.

      Nen lieben Gruß von Antje

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  2. Servus Antje,
    beim Blick in die alte Friedhofsallee spürt man die schon wärmende Sonne im Rücken. "Vergehen und Werden" oder "Werden und Vergehen" - Anfang und Ende unseres und allen Lebens.
    Sehr schöne Bilder vom neuen Leben der Natur für dieses Jahr.
    Schöne Grüße,
    Luis

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Ich freu mich über jeden Kommentar, anonyme Kommentare musste ich allerdings abwählen.